TIERÄRZTLICHE GEMEINSCHAFTSPRAXIS

Dres. Gödde, Steger & Steger
Heurungstraße 10
. D-83451 Piding
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STATIONÄRE BETREUUNG

Stationäre Betreuung der Patienten

 

O je, ein heikles Thema.....
Jede Nacht befinden sich mehrere Patienten bei uns in der Praxis. Entsprechend viel Pflegeerfahrung hat auch unser ganzes Team.

Geschätzt dürften wir also über 1000 Übernachtungen pro Jahr haben. Und mindestens 990 mal hören wir zuvor den Satz: „Aber der oder die Arme war doch noch nie alleine, das geht nicht......“ Wir haben das die letzen paar tausend Mal geschafft, wir sind zuversichtlich, dass wir es auch die nächsten paar tausend Mal zu aller Zufriedenheit hinkriegen werden...

Diese fürsorglichen Gedanken sind normal und verständlich, aber in dieser Situation natürlich fehl am Platz. Wir behalten die Tiere ja aus wichtigen medizinischen Gründen hier. Diese Patienten sind krank oder frischoperiert, und das Management und die benötigte Pflege ist für den Besitzer zuhause unmöglich durchzuführen. Sobald das wieder ungefährlich für den Patienten und medizinisch seriös möglich ist, werden die Tiere auch entlassen.

Die korrekte und konsequente Nachbetreuung macht meist einen grossen Teil des Behandlungserfolges aus, und wir nehmen diesen Teil unserer Arbeit, wie alles andere auch, eben sehr ernst. Rein rational wissen das die Tierbesitzer selbstverständlich, müssen sich aber manchmal überwinden, mit ihren persönlichen Emotionen zum Wohle ihres Patienten zurückzustehen.

Fakten bzw. technische Abläufe:

Die Dauer des Aufenthalts richtet sich wie beschrieben nach medizinischen Notwendigkeiten. Normalerweise telefonieren wir einmal täglich und sprechen über den aktuellen Zustand des Patienten, über mögliche Trends und Entwicklungen, weitere Vorgehensweisen oder eben den Zeitpunkt des Nachhausegehens.

Während des Aufenthalts bei uns sind die Tiere in gemauerten und gefliesten Einzelboxen ihrer Grösse entsprechend untergebracht. Dort haben sie ihre Decken, Wärmflaschen, Katzenkörbe etc und verbringen entsprechend uns Menschen im Krankenhaus ihre „Bettruhe“. Je nach der Erkrankung sind sie an verschiedene Geräte angeschlossen wie Infusomaten, Inhalationsverdampfer, Sauerstoffbeatmer, werden nach Bedarf und Verträglichkeit gefüttert und bekommen ihre täglichen Medikamente intravenös oder oral.

Die Pflegearbeit ist sehr vielfältig und aufwändig: Festliegende Patienten müssen gewendet und geduscht werden, Patienten ohne selbständigen Harnabsatz müssen katheterisiert werden, gelähmte Tiere werden physiotherapeutisch betreut und manche müssen von Hand gefüttert werden. Die Hunde werden regelmässig ausgeführt, Katzen kriegen ihr Kistchen. Unsere AssistenzärztInnen wohnen im Haus und können daher sehr gut nach den Tieren sehen.

Wie bei uns Menschen gibt es Zurückhaltende und Kämpfernaturen, Stille Leider und Laute Jammerer, Liebe Schmuser und Alte Grantler, Lustige und Traurige. Mit Übung und Erfahrung kann man diese individuellen Charakterzüge sehr schnell erkennen und darauf eingehen. Auch wenn wir es nicht beweisen können, denken wir doch, dass die allermeisten Tiere erkennen, dass die benötigten „Plagereien“ der Behandlungen nicht aus böser Absicht geschehen, sondern sie akzeptieren den ruhigen und professionellen Umgang zu ihrer Hilfe viel problemloser, als man sich gemeinhin vorstellt.

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